Maßgeschneiderte Cloud-IT: Microsoft Azure liebt OpenSource

On-Demand (Azure Marketplace)

Möchte man nun RHEL-Instanzen auf Azure bereitstellen, aber nicht ein Bring-your-own-Subscription-Verfahren (Cloud Access) nutzen (z.B. weil man über keine Cloud Access-fähigen RHEL-Abonnements verfügt), macht Microsoft es einem denkbar einfach.

Der Azure Marktplatz bietet die RHEL-Abonnements als Teil von Azure VM Instanzen zur Miete an.

Die Mehrkosten für das RHEL-Abonnement sind entsprechend eingepreist. Hier ein Direktvergleich für typische Azure VM Instanz-Größen:

(Bild: Screenshot via Microsoft)

 

Preisunterschied: 37,64 Euro/Monat

 

(Bild: Screenshot via Microsoft)

Preisunterschied: 81,56 Euro/Monat

 

(Bild: Screenshot via Microsoft)

Preisunterschied: 37,64 Euro/Monat

 

Fazit: Der Preisunterschied ist deutlich sichtbar. Interessant ist, das kleine virtuelle Azure VM Instanzen (mit bis zu 4 Kernen) nur 37,64 Euro pro Monat Mehrkosten für die RHEL-Nutzung verursachen, aber größere Instanzen mit mehr als 4 Kernen immer 81,56 Euro im Monat mehr kosten. Egal wie viele Kerne diese Instanz auch hat. Auch hierzu ein Beispiel:

(Bild: Screenshot via Microsoft)

 

Preisunterschied: 81,56 Euro / Monat

Allerdings muss man hierbei folgendes bedenken:

  • Die Abrechnung der Kosten von Azure VM Instanzen erfolgt minutengenau.
  • Hierbei zählen nur die Minuten, Stunden, Tage, die eine Azure VM Instanz wirklich nur aktiv ist.
  • Eine herunter gefahrene Instanz verursacht keine Compute-Kosten und damit auch keine Zusatzkosten für das RHEL-Abonnement. Man zahlt nur für den belegten Azure Storage Speicher. Und diese Kosten sind im direkten Vergleich zu den Kosten für Azure Compute kaum relevant.

 

Hinweis: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Azure VMs über die Azure APIs bzw. das Azure Portal sauber herunterfahren beziehungsweise die Instanz beenden. Ein einfacher “shutdown” innerhalb des Linux-Betriebssystems reicht nicht aus, dass die Azure Fabric die VM als beendet betrachtet und keine Kosten für Azure Compute mehr anfallen.

Bei dem Cloud Access Lizenzierungsverfahren zahlt man aber mindestens 12 Monate im Voraus für das RHEL-Abonnement. Egal wie häufig und wie lange eine Instanz damit betrieben wird.

Sowie auch bei On-Premises Installationen und den dazugehörigen Red Hat Business Agreements. Daher kann man hier tatsächlich einiges an Kosten sparen, je nach dem, für welche Lizenzierungsvariante man sich passend für seinen Anwendungsfall entscheidet.