Maßgeschneiderte Cloud-IT: Microsoft Azure liebt OpenSource

Microsoft hat sich spätestens seit der Ära „Nadella“ zum Treiber und Innovator von OpenSource Software transformiert. Jetzt bietet Microsoft seinen Geschäftskunden über den Azure Marketplace ab sofort die Möglichkeit, Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und andere Lösungen des Open-Source-Anbieters als Pay-As-You-Go-Bezahlmodell zu nutzen. Lesen Sie die wichtigsten Fakten zu Open Source aus der deutschen Azure Cloud. Zusätzlich gibt Ihnen dieser Artikel Orientierungshilfen zu den Lizenzierungsformen „On-Demand“ und „Cloud Access“.

Auch Sie kennen die aktuellen „Megatrends“ in der IT: Sie hören auf Namen wie Blockchain, Micro-Service Architekturen, Server-less Architekturen, Big Data, Internet-of-Things (IoT). Etwas tiefer im Thema drin, stellt man dann rasch fest, dass all diese Technologien auf OpenSource-Projekten basieren.

Satya Nadella, CEO Microsoft 2014 bis heute. (Bild: Microsoft)

Innovation passiert dort, wo OpenSource ist

Griffige Marktpositionierungen wie „Microsoft loves Linux“ oder Produktentwicklungen wie „Microsoft SQL on Linux“ wären früher nicht denkbar gewesen. Denken Sie nur kurz an diesen Satz von Steve Balmer zurück: „Linux is a cancer that attaches itself in an intellectual property sense to everything it touches“.

Diese Einstellung hat sich vollkommen geändert. Heute aber leistet die Microsoft Corporation mit den stärksten Beitrag zur OpenSource Szene, neben Unternehmen wie Facebook, Google und Intel.

Microsoft Azure als Public Cloud Plattform demonstriert die Offenheit der neuen Microsoft auf eindrucksvolle Art und Weise: Linux-basierte virtuelle Maschinen sind „First Class Citizen“ auf der Microsoft Azure Cloud Plattform. Das bedeutet, dass bei allen Produktentwicklungen und Innovationen Windows basierte Systeme genauso unterstützt werden wie Linux-basierte. Über die Hälfte aller Workloads auf Azure nutzen schon heute OpenSource Software und/oder basieren auf Linux-basierten virtuellen Maschinen. Die Angebote von Red Hat, Cloudera und anderen OpenSource Marktführen gehören zu den Beliebtesten im Azure Marketplace.

Microsoft hat Open Source als einen zentralen Treiber identifiziert

In der OpenSource-Welt spielt Red Hat schon seit vielen Jahren eine führende Rolle. Viele bahnbrechende und disruptive Technologien wie beispielsweise Linux, OpenStack, Java, Container, CEPH oder Gluster werden durch Red Hat aktiv unterstützt, weiterentwickelt und technologisch für den Einsatz in Enterprise-Umfeld aufbereitet – einen Überblick erhalten Sie auch hier.

Red Hat bietet mit Red Hat Enterprise Linux eine Enterprise Linux Plattform, die sehr stark verbreitet ist und bei sehr vielen kleineren und auch größeren Unternehmen die Grundlage für den Betrieb von geschäftskritischen Anwendungen und Diensten ist. Mehr als 90% aller Fortune 500 Unternehmen vertrauen auf Red Hat Enterprise Linux (im Folgenden kurz „RHEL“) als strategischen Bestandteil der IT-Infrastruktur und somit trägt RHEL als Basis auch für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Unternehmen bei.

Microsoft Loves Linux, Microsoft Loves Red Hat: Das bedeutet, dass diese beiden Anbieter von Cloud- und OpenSource-Lösungen eng kooperieren und gemeinsam für Ihre Kunden Ihre entsprechenden Lösungen optimieren, auf einander abstimmen und somit verlässliche, unterstützte und Enterprise-fähige Angebote zur Verfügung stellen, auf die man sich einfach verlassen kann.

Die Zusammenarbeit dieser beiden Anbieter ist sehr weitreichend. Die Entwicklungsabteilungen von Microsoft und Red Hat arbeiten eng zusammen. Diese Zusammenarbeit geht soweit, dass sogar gemeinsame Support-Strukturen den Kunden geboten werden. So unterstützt beispielsweise Microsoft seine Kunden bei technischen Problemen mit RHEL-Instanzen auf Azure oder Hyper-V und Red Hat wiederum seine Kunden, bei technischen Problemen mit Microsoft-Software auf RHEL oder Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) oder Red Hat Enterprise Linux OpenStack Plattform. Mitarbeiter von Red Hat sitzen sogar permanent auf dem Campus von Microsoft in Redmond, um den Support- und Produktteams mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Microsoft bietet selbst RHEL-basierte virtuelle Maschinen im Azure Marketplace an. Red Hat wiederum erlaubt seinen Kunden, RHEL-Abonnements auch auf Azure weiterzuverwenden – weitere Infos erhalten Sie auch hier zu Red Hat Cloud Access.

Interessant: Das Ergebnis beider Varianten ist sehr ähnlich, wenn auch beide Lizenzierungsvarianten durchaus signifikante Vor- und Nachteile haben. In den folgenden Absätzen geben wir Aufschluss über die verschiedenen Lizenzierungsmodi und liefern Hilfestellungen für die richtige Strategie für Ihre IT Infrastruktur.